„Vorhang auf!“


Ein besonderes Fach? … Ja!

Viele unserer SchülerInnen haben bereits an der Grundschule Theater gespielt und freuen sich darauf, auch mal auf unserer schönen Aska-Bühne auftreten zu können.
S
ich selbst, ein Thema, eine Geschichte eindrucksvoll präsentieren zu können – diese Kompetenz wird von den SchülerInnen in der Schule und zukünftig in Studium und Beruf zunehmend gefordert und teilweise einfach vorausgesetzt. Das Fach DS kann - wie kein anderes Schulfach - einen sehr wichtigen Beitrag dazu leisten, den SchülerInnen das nötige Selbstbewusstsein und das „Handwerkszeug“ zu vermitteln, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.

Ab der 10. Klasse haben sie Gelegenheit dazu. Wir bieten DS in der 10. Klasse mit zwei Wochenstunden als verpflichtende AG an, die die Voraussetzung dafür schafft, im  anschließenden 1. und 2. Semester der Oberstufe das Fach DS als Grundkurs mit 3 Wochenstunden wählen zu können.

Mal in eine andere Rolle schlüpfen, mal anders sprechen als gewohnt, mal sich anders bewegen als im Alltag, mal die Mitschüler ganz neu kennenlernen, mal in sich selbst ganz unbekannte Fähigkeiten entdecken – all dieses bietet eine große Herausforderung und Verlockung, die andere Schulfächer nicht von vornherein versprechen.

Andererseits darf nicht unterschätzt werden, dass die Leistungsbeurteilung im Darstellenden Spiel oftmals bei den SchülerInnen nicht nur als Rückmeldung für ihre konkrete, sichtbar erbrachte Leistung aufgenommen wird, sondern sehr viel tiefer als subjektive Wertung ihrer Person empfunden wird. Dazu sei gesagt, dass es einerseits sehr klar definierte Kriterien (s.u.) für die Leistungsbeurteilung in DS gibt, und dass andererseits auch das sachliche Umgehen mit Kritik ein wichtiger Lernprozess und ein Ziel des DS-Unterrichtes ist.


Ein besonderes Fach? … Nein!

Das Darstellende Spiel hat sehr viel mit Schule zu tun, nämlich mit LERNEN!
Niemand geht auf die Bühne und kann mal eben so eine Rolle übernehmen, weil sie ihm gefällt und er glaubt, ihre sprachlichen und motorischen Eigenheiten ohne weitere Vorbereitung überzeugend umsetzen zu können.
Aus diesem Grund kann die Zielsetzung eines DS-Kurses nicht einfach sein:
„Wir proben ein Stück“, sondern sie muss lauten:

„Wir lernen, welche Darstellungsmöglichkeiten sich für ein Thema oder ein Stück auf der Bühne anbieten und eignen uns in gemeinsamer Arbeit die dafür nötigen sachlichen, sozialen und ästhetischen Techniken an."

Genau diese Aspekte dienen dann in jeder Kursstunde und halbjährlich fürs Zeugnis als Grundlage für die Leistungsbeurteilung im Fach DS.
Zusätzlich wird, wie in jedem anderen Fach, eine Klausur geschrieben, in der die Sach- und Methodenkompetenz der SchülerInnen schriftlich und teilweise auch spielpraktisch abgefragt werden.


Konkret 1: Welche Inhalte und Ziele hat ein DS-Kurs?

Unser Ziel ist es, eine gute Inszenierung eines Bühnenstücks zu erarbeiten.
„Gut“ muss heißen: thematisch interessant und darstellungstechnisch ideenreich. Um dieses zu erreichen, müssen die SchülerInnen befähigt werden,

  • sich mit Idee und  Genre einer Spielvorlage intensiv auseinanderzusetzen und sie als tragende Elemente der Inszenierung zu begreifen,
  • Darstellungsformen zu erarbeiten und auszuwählen:
    Sprechtheater?  Bewegungs- oder Tanztheater?  Pantomime?  Puppenspiel? Musical?  Schattenspiel?  Kabarett?  Improvisationstheater?,
  • sich eine Rolle mit all ihren spezifischen Besonderheiten anzueignen:
    Gestik, Mimik, Sprache, Proxemik, Tempo,
  • am eigenen Spiel und dem der MitschülerInnen konstruktive Kritik zu üben und ggf. Verbesserungsvorschläge zu machen, eine Entscheidung über die Bühnenform zu treffen,
  • den Bühnenraum sinnvoll zu gestalten und zu nutzen,
  • zu entscheiden, welche Requisiten und Kostüme angemessen sind und wie sie einzusetzen sind,
  • Ideen zu Beleuchtung und Musik oder Geräuschen zu entwickeln.


Konkret 2: Was passiert in 2 oder 3 DS-Stunden?

Wir beginnen grundsätzlich mit einem „Warm-up“, d.h. wir bringen Körper und Sinne mit vielfältigen Bewegungs- und Sprechübungen in einen spielbereiten Ausgangszustand.

Entsprechend dem thematischen Schwerpunkt der Einheit werden dann gezielte Übungen dazu durchgeführt:
Einzeln, mit Partner oder in Gruppen werden Aufgabenstellungen zur Körpersprache, zum Sprechen, zur Nutzung des Bühnenraums etc. besetzt.

In einer Theoriephase werden die Eindrücke besprochen, das Thema vertieft und ggf. Textmaterial zum Verständnis und als Lerngrundlage hinzugezogen.

Mit einer weiteren Aufgabenstellung werden die SchülerInnen aufgefordert, mit Partner oder in Gruppen eine Szene zu entwickelndie das vorbereitete Thema schwerpunktmäßig beinhaltet.

Die einzelnen Szenen werden aufgeführt und in der anschließenden Reflexionsphase gemeinsam begutachtet und kritisiert.

Nach Möglichkeit sollte ein weiterer Durchgang folgen, in dem die SpielerInnen versuchen, Verbesserungsvorschläge für ihre Szene berücksichtigen.


Und wenn Ihr,
liebe Schülerinnen und Schüler,
auch noch
pünktlich und zuverlässig seid
und zeigt, dass Ihr diese ganzen „Spielereien“
mit der notwendigen Ernsthaftigkeit betreibt,
dann …
kann Euer Bühnenauftritt richtig gut werden.
Toi toi toi
und
Viel Spaß!

Susanne Leuchtenberger   *   Klemens Brosig   *  Sandra Thinius

 

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Gutes Klima an der ASKA!