GESCHICHTE
Was heißt hier „Vergangenheit"?
Geschichte macht fit für die Zukunft!

Unser Fach unterscheidet sich von nahezu allen Fächern auffällig dadurch, dass es keinen direkten Zugang mehr zum Gegenstand seines Interesses hat.

Wir beschäftigen uns nämlich mit Vergangenem – das ist unwiederbringlich „verloren". Wir beschäftigen uns mit historischen Entwicklungen; diese wiederholen sich aber nicht – jedenfalls nicht wirklich.
Warum dann überhaupt „Geschichte", wozu benötigen wir den Geschichtsunterricht?
Das ist u.a. deshalb wichtig, weil wir durch die Beschäftigung mit dem Vergangenen auch aktuelle Probleme in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft besser analysieren und bewerten können. Dies ermöglicht Mitdenken, eröffnet Handlungsspielräume.

Wenn Geschehnisse sich nun nicht wiederholen, sind also in vorderster Linie die Methoden der Geschichtswissenschaft, mit denen sie die Vergangenheit zu rekonstruieren versucht, entscheidend.

Im Geschichtsunterricht geht es also nicht (nur) um das Lernen von Fakten. Solide Kenntnisse sind sinnvoll zu verwenden, etwa bei der Analyse, Erörterung, Interpretation und Beurteilung von Textquellen, Bildern usw.

Schülerinnen und Schüler sollen also verstehen lernen, warum sich Menschen so und nicht anders verhielten, sollen Bedingungen des Handelns erklären, Probleme entdecken und klären, wie „logisch" die heutige Gesellschaft entstanden ist.
Im Rahmen des Geschichtsunterrichts soll auch die ganz persönliche Erfahrungswelt, die individuelle Sichtweise der Lernenden zum Tragen kommen und diskutiert werden.

Schließlich sollen die Schülerinnen und Schüler dazu angeleitet werden, unter Berücksichtigung verschiedener Perspektiven – auch ihrer eigenen – Das Handeln von Personen zu beurteilen. Denn erst durch ihre Kompetenz, begründet Stellung zu nehmen, erwächst die Handlungsfähigkeit in ihrem politisch – gesellschaftlichen Umfeld.

Ach ja – und Geschichte macht Spaß!!!

Schulinternes Fachcurriculum / SEK I

In der SEK I werden die Lehrpläne für jeweils einen Doppeljahrgang erfasst. Der Teilbereich „Sozialkunde" ist auf der Seite „Politikwissenschaft" abrufbar.

Doppeljahrgang 7 / 8

• Lebenswelten im Mittelalter
• Glaube und Herrschaft im Mittelalter und der Frühen Neuzeit (u.a. auch Islam, Kreuzzüge)
• Aufbruch in eine „neue" Welt (u.a. geografische Entdeckungen, Reformation)
• Krieg und Frieden in der Menschheitsgeschichte
• Monarchischer und Aufgeklärter Absolutismus
• Bürgerliche Revolutionen (u.a. Große Französische Revolution)
• Industrialisierung und damit verbundener sozialer Wandel
• Geschichte Berlins im Wandel der Zeiten

Doppeljahrgang 9 / 10

• Das Deutsche Kaiserreich
• Imperialismus und Erster Weltkrieg
• Weimarer Republik
• Nationalsozialistische Herrschaft
• Der Zweite Weltkrieg
• Kalter Krieg / Konfrontation der ideologischen Blöcke (u.a. BRD / DDR)
• Aktuelle weltpolitische Problemfelder nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute
• Der „9.November" in der deutschen Geschichte


Schulinternes Fachcurriculum / SEK II

Für die Leistungskurse wird ein Wahlthema für das Curriculum festgeschrieben, das damit zwangsläufig verbindliches Wahlthema für die Grundkurse ist. Das zweite Wahlthema für die Leistungskurse wird durch die unterrichtenden Kollegen (in Absprache mit den Schülern) festgelegt.

1.Semester

• Grundlegung der modernen Welt in der Antike (Attische Demokratie / Römische Republik)
• Grundlegung der modernen Welt im Mittelalter (v.a. Stadtentwicklung/ städtische Gesellschaften)
• Begegnungen von Christen und Muslimen im Mittelalter

2.Semester

• Gesellschaft und Staat im Zeitalter der Aufklärung
• Bürgerliche Revolutionen
• Migrationsbewegungen (v.a. Hugenotten)

3.Semester

• Demokratie und Diktatur in der Zwischenkriegszeit in Europa (Vergleich europäischer Entwicklungen / Weimarer Republik)
• Herrschaft und Ideologie im NS – Staat
• Sozialistische und „Sozialistische" Arbeiterbewegungen

4.Semester

• Die „doppelte" deutsche Geschichte nach dem Zweiten Weltkrieg
• Der „Ost – West – Konflikt" – international
• Friedensschlüsse im historischen Vergleich