Politikwissenschaft

„Sie müssen sich freimachen von der Vorstellung dass die Demokratie schlechtweg etwas Ideales sei. Demokratie hat viele, viele Schattenseiten und Schwächen und Versuchungen. Und trotzdem hat Churchill Recht:
Die Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von denen, die wir schon vorher ausprobiert haben."
(Altkanzler Helmut Schmidt in einem Interview mit Sandra Maischberger im Februar 2002)

Warum sollen sich Schüler/innen mit einem Bereich beschäftigen, der anscheinend nicht ideal ist und viele Schattenseiten und Schwächen hat? Vielleicht hat Churchill wirklich Recht gehabt und es bedarf einer aktiven Teilnahme....

Ziel der Arbeit in unserem Fachbereich ist es, dass die Schüler/innen möglichst früh in die aktiv gestaltende Gesellschaft miteingebunden werden.
Konkret heißt das, dass sie lernen, kritisch zu denken, situationsangemessen ihre Meinung zu äußern, sachlich zu diskutieren, den Anderen zu respektieren, Verantwortung zu übernehmen und tolerant zu handeln. Außerdem geht es um die Entwicklung von Wegen zur individuellen Beteiligung (Wahlrecht, Engagement in Initiativen, Gremien, Parteien etc., Nutzung der bürgerlichen Rechte), um eventuell eigene oder allgemeine Ziele zu erreichen.

Als Grundlage dazu dienen das Verstehen und die Auseinandersetzung mit den Ursachen, Strukturen und Verläufen von politischen Prozessen und den Gefahren für die heutige Gesellschaft.


Sozialkunde

In der Sekundarstufe I ist die politische Bildung im Fach Geschichte integriert. Da die heutige Politik ihre Wurzeln in der historischen Entwicklung unserer Gesellschaft hat, lassen sich eine Vielzahl von Anknüpfungspunkte finden.
Der Sozialkundeunterricht in den Klassen 7 bis 10 bezieht sich auf Themen aus dem Lebensumfeld der Schüler/innen. Der Rahmenlehrplan für Berlin sieht folgende Verteilung vor:

Klasse 7: Jugendliche und Politik - Kommunikation und Medien
Klasse 8: Menschenrechte - Recht und Rechtsprechung
Klasse 9: Demokratie als Herrschaftsform - Wirtschaft und Arbeitsleben
Klasse 10: Internationale Politik


Politikwissenschaft

In der Sekundarstufe II können die Schüler/innen Politikwissenschaft als Grund- oder Leistungskurs wählen. Inhaltlich werden nationale und internationale Politikfelder thematisiert, wobei der Fachbereich schulinterne Wahloptionen hat:

1. Semester:
Pflicht: Demokratie gestern, heute, morgen in Theorie und Praxis, Gegner der Demokratie

Wahl: Schule als Lebensraum, Gesellschafts- und Sozialstruktur, Konflikt und Konsens, Wirtschaft

2. Semester:
Pflicht: Verfassungsrechtliche Grundlagen Deutschlands, Globalisierung

Wahl: Partizipation, Demografie und Gesellschaftswandel, Strukturwandel in der Arbeitswelt, Probleme der deutschen Einheit

3. Semester:
Pflicht: EU gestern, heute, morgen, Machtfaktor EU

Wahl: europäische Identität, europäische Regionen, Leben und Arbeit in Europa, Migrationen

4. Semester:
Pflicht: Globalisierung (internationale Strukturen), internationale Konflikte

Wahl: Theorien des gegenwärtigen und internationalen Systems, Ökonomie und Ökologie, Kampf um Rohstoffe, Zukunft der Entwicklungspolitik


Neben den verpflichtenden Lerninhalten wird der Unterricht durch Exkursionen zu politischen Institutionen (z.B. Abgeordnetenhaus, Bundestag), Diskussionen mit Fachleuten, Besuchen von Veranstaltungen (Stiftungen zur politischen Bildung) und selbst organisierten Veranstaltungen ergänzt.
So führen die Oberstufenkurse vor allen Wahlen auf Landes-, Bundes- oder Europaebene Diskussionsveranstaltungen mit Politiker/innen durch, bei denen die wahlberechtigten Schüler/innen der Askanischen Oberschule Fragen an die Parteivertreter/innen stellen können und sich so einen eigenen Eindruck von den Programmen machen können.

Exkursionen und Projekte
Besuch im Bundestag
Tour d´europe
Kursfahrt nach Brüssel