Bedeutung der lateinischen Sprache

Latein ist die Muttersprache Europas. Nicht nur die sogenannten romanischen Sprachen, wie Französisch und Spanisch, haben sich aus ihr entwickelt, sondern auch die deutsche und englische Sprache sind in Wortschatz und Grammatik stark vom Lateinischen geprägt. Aus diesem Grund begegnen uns in unserem Alltag immer wieder Begriffe lateinischen Ursprungs.

Wird Latein auch heute nicht mehr aktiv gesprochen, so erwerben die Schüler dennoch ein sprachliches und grammatisches Grundgerüst, das ihnen für alle anderen Sprachen zugutekommt. Somit dient der Lateinunterricht im besonderen Maße dem Erwerb interkultureller Handlungsfähigkeit, wie es der Rahmenlehrplan des Landes Berlin vorsieht.

Zudem werden auch heute noch an den Universitäten in vielen Studiengängen Grundkenntnisse der lateinischen Sprache vorausgesetzt.

Lateinunterricht in der Mittelstufe

Latein wird an unserer Schule als dritte Fremdsprache ab Klasse 8 im Zuge des Wahlpflichtunterrichts zunächst zweistündig unterrichtet. In der 9. und 10. Klasse wird die Wochenstundenzahl um eine Stunde auf drei Wochenstunden erhöht.

Auf diese Weise ist es möglich, den Schülern die komplexe Grammatik und Syntax der lateinischen Sprache schrittweise näher zu bringen, ohne dabei realienkundliche Aspekte aus der (griechisch-) römischen Antike zu vernachlässigen.

Im Vordergrund des Lateinunterrichts steht die Übersetzung aus dem Lateinischen ins Deutsche. Diese Aufgabe erfordert ein sehr genaues Arbeiten und fördert zugleich das logische Denken. Zudem macht das Tüfteln an den Texten großen Spaß.

Längst ist Latein kein verstaubtes Fach mehr: Gearbeitet wird mit dem Lehrwerk Felix Neu aus dem Hause Buchner, dessen Texte speziell für junge Lerner konzipiert sind und sich inhaltlich an zentralen Themen des antik-römischen Lebens orientieren. Neben dem Lehrbuch bilden auch moderne Medien und Materialien (Lernspiele, Computer, Freiarbeitsmaterialien...) Bestandteile des Lateinunterrichts, vor allem aber auch moderne Unterrichtsmethoden, die die Schüler zu eigenverantwortlichem Arbeiten führen (Gruppenarbeit, Freiarbeit, projektorientierte Arbeit,...). Auch Exkursionen können den Unterricht bereichern.

Lateinunterricht in der Oberstufe

Mit dem Eintritt in die Oberstufe haben die Schüler weitgehend die Spracherwerbsphase abgeschlossen. Daher liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf der Übersetzung und Interpretation lateinischer Originaltexte der römischen „Klassiker“ (Cicero, Caesar, Sallust, Ovid). Die Grammatik wird allerdings nicht gänzlich vernachlässigt, sondern an geeigneter Stelle immer wieder integrativ aufgefrischt und erweitert.

Der drei Wochenstunden umfassende Grundkurs Latein kann im Abitur als 3., 4. oder 5. Prüfungsfach gewählt werden. Da Latein zu den zentralen Abiturfächern gehört, dient der Unterricht der Oberstufe vor allem der Abiturvorbereitung. Es werden die Themenfelder „Gesellschaft und Alltagsleben“, „Geschichte und Politik“, „Welterfahrung in poetischer Gestaltung“ und „Philosophie und Religion“ im Zuge der vier Semester behandelt.

Schließen die Schüler im 4. Semester der Kursphase den Grundkurs Latein erfolgreich ab, erwerben sie automatisch und ohne weitere Prüfung das Latinum.

In der Oberstufe ist es möglich, eine Kursfahrt nach Rom durchzuführen.