Im Rahmen unserer Kursfahrt machten sich zwei Leistungskurse Kunst sowie die Grundkurse Latein und Geschichte gemeinsam auf den Weg nach Griechenland.

Nach unserer Ankunft mit dem Flugzeug blieb zunächst Zeit, Athen zu erkunden und erste Eindrücke von der Stadt zu sammeln. Am zweiten Tag stand dann ein abwechslungsreiches Programm auf dem Plan, bei dem sich die Perspektiven unserer drei Fächer auf besondere Weise ergänzten.

Den Auftakt bildete das Akropolismuseum, das nicht nur mit seinen bedeutenden antiken Ausstellungsstücken, sondern auch architektonisch beeindruckte, da es dem Parthenon auf beeindruckende Weise nachempfunden war. Die moderne Architektur des Museums bildet einen spannenden Kontrast zu den antiken Fundstücken und bot aus Sicht des Kunst-Leistungskurses interessante Einblicke. Gleichzeitig diente der Museumsbesuch als ideale Vorbereitung auf unseren Besuch der Akropolis am Abend.

Nach einer kurzen Pause ging es weiter ins Archäologische Nationalmuseum, wo wir zahlreiche bedeutende Zeugnisse der griechischen Geschichte und Kultur entdeckten. Zu den Höhepunkten zählte der berühmte Goldschatz des Agamemnon aus Mykene oder die zahlreichen griechischen und römischen Bronzeskulpturen.

Am Abend folgte schließlich das Highlight unseres Aufenthalts in Athen: Bei einer langsam untergehenden Sonne besichtigten wir die Akropolis. Der Blick über Athen und die unmittelbare Begegnung mit den antiken Bauwerken, wie dem Parthenon, Erechtheion und den Propyläen machten diesen Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Was wir zuvor im Museum kennengelernt hatten, konnten wir nun vor Ort erleben – ein eindrucksvolles Zusammenspiel von Kunst, Geschichte und Architektur.

Am nächsten Morgen verließen wir Athen und starteten mit dem Bus zu unserer Rundreise über die Peloponnes. Ein erster spektakulärer Zwischenstopp war der Isthmus von Korinth. Die schmale Landenge verbindet das griechische Festland mit der Peloponnes und trennt zugleich den Golf von Korinth vom Saronischen Golf. Bereits in der Antike spielte die Region aufgrund ihrer strategischen und wirtschaftlichen Lage eine wichtige Rolle.

Weiter ging es nach Mykene, eine der bedeutendsten Städte der mykenischen Kultur und ein zentraler Ort der griechischen Frühgeschichte und somit die Wiege der europäischen Kultur. Wir besichtigten unter anderem das monumentale Löwentor und die beeindruckenden Überreste der einst mächtigen Burganlage. Vor Ort konnten wir nun die Landschaft und die archäologische Stätte kennenlernen, mit der sich auch zahlreiche Mythen und Geschichten der griechischen Antike verbinden, die dem Latein Grundkurs die Unterrichtsinhalte förmlich greifbar machte.

Unsere nächste Station war Epidaurus, das vor allem für sein außergewöhnlich gut erhaltenes antikes Theater bekannt ist. Die beeindruckende Akustik konnten wir natürlich selbst ausprobieren. Epidaurus war jedoch nicht nur ein Ort der Kultur, sondern auch ein bedeutendes Zentrum der antiken Medizin und somit der erste Kur- und Erholungsort Europas.

Am Abend erreichten wir Tolo, einen kleinen Ort direkt am Meer. Nach den vielen kulturellen und historischen Eindrücken der vergangenen Tage konnten wir hier die besondere Lage an der Küste genießen. Die beeindruckende Aussicht auf das Meer und die umliegende Landschaft bot dabei auch dem Kunst Leistungskurs eine besondere Gelegenheit: Die Schüler*innen die Umgebung und die Aussicht für eigene Zeichnungen und hielten ihre Eindrücke zeichnerisch fest.

Unsere Kursfahrt verband damit auf besondere Weise die Inhalte aus Kunst, Latein und Geschichte. Antike Bauwerke, Kunstwerke, Mythen, historische Zusammenhänge und die griechische Landschaft wurden nicht nur im Unterricht behandelt, sondern konnten vor Ort unmittelbar erlebt werden. So wurde aus einer klassischen Kursfahrt eine gemeinsame Reise durch die Grundsteine der europäischen Kultur, Geschichte, Kunst und Gedankenwelt.

Forchert, Steiner, Grimm