Am 27. Januar 2026, dem Holocaust-Gedenktag und dem 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, hat der Grundkurs Geschichte ge53 an die Geschichte der jüdischen Familie Bender, die in der Nachbarschaft der Schule lebte und von den Nazis verfolgt wurde, erinnert.

Die Schüler*innen haben aus dem Leben von Gertrud, Lore und Rudolf Bender vorgelesen, die drei Stolpersteine geputzt, Kerzen angezündet und Blumen niedergelegt.

Die Stolpersteine für die Familie Bender wurden 2023 auf Initiative des WPF-Kurses Geschichte von Frau Pretky verlegt. Gertrud, Lore und Rudolf Bender hatten in der Blumenthalstraße 22 ihren letzten Wohnsitz in Berlin, bevor sie wegen der zunehmenden antisemitischen Gewalt im Jahr 1937 nach Amsterdam flohen. Dort wurden sie im Jahr 1942 von den Nationalsozialisten verhaftet, deportiert und 1943 im Konzentrationslager Sobibor ermordet. Lore Bender, die Tochter der Familie, überlebte Zwangsarbeit und die Haft in mehreren Konzentrationslagern, darunter auch Auschwitz. Nach dem Krieg wanderte sie nach Israel aus, wo sie in Sicherheit vor antisemitischer Verfolgung leben konnte, heiratete und eine Familie gründete.

In einer Zeit, in der der Antisemitismus rasant wächst, sollte die Erinnerung an den Holocaust uns ein Mahnmal sein, wohin Antisemitismus führen kann und sie sollte uns ebenso daran erinnern, dass wir "Nie wieder!" auch wirklich mit Leben füllen.

"Die Erinnerung an Auschwitz ist nicht nur eine Mahnung an das Unvorstellbare, sondern auch eine Verpflichtung, gegen das Vergessen und das Wiederholen der Vergangenheit zu kämpfen." –– Daniel Chanoch

Steiner